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Kasan

Kasan

Kasan ist die Hauptstadt der Republik Tatarstan und liegt an der Wolga. In Kasan ist Tatarisch sowie Russisch eine Amtssprache, alle Beschriftungen sind in beiden Sprachen. In Kasan leben Tataren und Russen zusammen, Tataren sind meist Moslems so ist die Stadt auch das Zentrum des Islams in Russland.

Am Morgen kam unser Zug in Kasan an und wir haben unser Gepäck in ein Schliessfach im Bahnhof gelegt, denn wir konnten bei Grigory couchsurfen. Er war aber noch bei der Arbeit und wir hatte etwas Zeit die Stadt zu erkunden, bevor wir uns mit ihm trafen.

Auf dem Weg Richtung Zentrum stellten wir fest, dass es viele Menschen auf der Strasse hat und alle in eine Richtung gehen. Wir entschieden uns der Menschenmassen zu folgen, als einige in eine kleine Gasse abbogen haben wir das auch gemacht. Am Ende der Gasse war ein grosser Platz wo zu unserer Überraschung viele Musikanten und Tänzer in traditioneller Kleider sich am Vorbereiten waren für einen Umzug. Schnell fanden wir heraus, dass am 30. August der Nationalfeiertag von Tatarstan ist. Wir verbrachten zwei Stunden den Umzug zu beobachten und machten uns dann auf die Suche nach Nahrung.

Kasan ist bekannt für das Essen, denn hier gibt nicht nur russisches Essen sondern auch tatarisches Essen. Wir fanden ein Fast Food Restaurant, es sah fast aus wie Mc Donalds, aber es wird tatarisches Essen serviert. Wir zeigten auf zwei Menupunkte und erhielten eine Art gefüllte Omelette und Teigtaschen in Bouillon, dazu wurde Tee serviert.

Nachdem wir gegessen haben, hat uns Grigory kontaktiert, dass er fertig mit der Arbeit ist und wir uns auf dem Weg machen können für zu ihm nach Hause. Er holte uns an der Busstation ab, auf dem Weg zur Wohnung ging er noch kurz in den Laden um Havla zu kaufen. Havla sei sehr beliebt in Russland.

Die Wohnung von Grigory und seinem Vater ist wunderschön dekoriert, überall gibt es kleine Details zum anschauen. Bei Tee und Havla unterhielten lernten wir uns etwas besser kennen, bevor wir uns dann auf dem Weg zu einer Stolovaya machten.

Stolovaya ist eine Art Kantine, wo man sehr günstig Essen kann, es gibt sie überall in Russland. Sie sind überbleibsel von der Sovjet Union. Normalerweise kann man zwischen zwei, drei verschiedenen Kohlenhydraten wählen meist Buchweizen, Kartoffeln oder Teigwaren. Dazu gibt es eine Sauce und ein Fleisch nach Wahl. Es gibt noch kleine Salate und Suppen, sowie kleine Desserts. Für beide zusammen bezahlten wir knapp drei Franken.

Grigory zeigte uns anschliessend die Stadt und erklärte uns die Geschichte von Kasan. Die meisten Gebäude im Zentrum der Stadt wurden in den letzten 20 Jahren gebaut, denn Kasan hatte einen riesen wirtschaftlichen Boom in den letzten Jahren und die Stadt wurde fast komplett neu aufgebaut. Die Baumann Strasse ist die Hauptstrasse, die vom Kremlin bis zur UBahn Station führt. Es reihen viele Restaurants und Bars aneinander und auf der Strasse hat es viele Strassenkünstler. Die Strasse war immer sehr belebt ob durch den Tag oder Abends, doch die Restaurants und Bars waren immer leer. Wir vermuten, dass diese Strasse für den Tourismus während der WM oder den Sommer Tourismus gebaut wurde und sich die Einheimischen die Preise nicht leisten können.

Am nächsten Tag besuchten wir den Kremlin, innerhalb des Kremlin ist die Kul-Scharif-Moschee welche auch erst 14 Jahre alt ist.

Kasan ist definitiv einen Besuch wert, die Stadt hat sehr spannende Seiten und viel Kultur zu bieten. Als nächstes ging es auf die 68 Stunden fahrt mit dem Zug nach Irkutsk, es sind 4000km.

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