Der Mekong Fluss bildet die Grenze zwischen Laos und Thailand, wir reisten von Luang Prabang mit einem Boot den Mekong Fluss aufwärts bis Houay Xai ein kleines Dorf am Fluss auf der Laos Seite. Von unserem Hotel konnten wir über den Fluss nach Chiang Khong in Thailand sehen und uns ist sofort der grosse Unterschied zwischen den beiden Ufern aufgefallen. Auf der Laos Seite sind die Strassen aus Erde, auf der Thai Seite sind sie aus Asphalt, auf der Laos Seite hat es keine Strassenlampen auf der Thai Seite gibt es diese und auf der Laos Seite hat es einen Pfad zum Bamboo Steg im Gegensatz hat es auf der Thai Seite Treppen die zu einem modernen Steg führen. Als wir dann über die Grenze gingen, fiel uns sofort auf das es Thailand viel besser geht als Laos.
Chiang Rai
Einwohner: 200’000
Unser erster Halt machten wir in Chang Rai, eine Stadt nahe an der Grenze zu Laos und Myanmar. An unserem ersten Abend haben wir uns auf den Nachtmarkt gestürzt, schon lange haben wir uns auf das Essen in Thailand gefreut und wir wurden nicht enttäuscht wir schlemmten uns durch verschiedenste Gerichte und waren begeistert. In Chiang Rai haben wir den weissen Tempel besucht, der Tempel wurde vom Künstler Chalermchai Kositpipat erbaut und ist eine Kunstausstellung in Form eines buddhistischen Tempels. Obwohl zu erwähnen ist, dass für Gläubige der Ort kein Tempel ist sondern nur eine Kunstaustellung. Neben den traditionellen Verzierungen findet man in diesem Tempel viele eingearbeitete Details und es gibt überall etwas zu entdecken, man findet zum Beispiel im inneren des Tempels verschiedene Disney Figuren schön in die Gemälde eingearbeitet, so fallen diese zuerst gar nicht auf. Auf dem Weg machten wir noch halt bei einem Wasserfall und wagten uns in das sehr kalte Wasser, ein unglaubliches Gefühl.
Nan
Einwohner: 21’333
Nan, wohl mein Favorit im Norden von Thailand. Diese Stadt wird heute noch kaum von westlichen Touristen besucht, ist aber eine beliebte Destination für internen Tourismus. Nan ist eine kleine Stadt mit viel Charm, es hat viele schmale Strässchen die durch die Wohngebiete führen wo man das tägliche Leben beobachten kann. Auch hier haben wir uns auf ein Roller gewagt und eine Kunstgalerie an einem Fluss besucht, die Galerie war draussen und sehr schön integriert mit der Umgebung.
Wir hatten Glück, denn wir waren an einem Samstag in Nan und das bedeutet der Wochenendemarkt ist da. Erst hier haben wir das Konzept von einem Nachtmarkt in Thailand begriffen, die Einheimischen kaufen sich das Essen an den verschiedensten Ständen zusammen. Man kauft sich ein Curry bei einem Stand, beim nächsten gebratenes Gemüse, beim nächsten Stand eine spezielle Sauce ect. und dazu kauft man sich natürlich Reis oder Nudeln und man schnappt sich einer der Tische und teilt das Essen mit Familie und Freunde. Zum Essen wurden wir von Thai Gesängen begleitet und eine Gruppe von älteren Damen haben einen traditionellen Tanz aufgeführt, dies hat uns etwas an China erinnert. Später war die Tanzfläche frei und alle Thais tanzten zu der Musik im Kreis. Ich konnte natürlich nicht widerstehen und tanzte zweimal im Kreis mit den Einheimischen.
Chiang Mai
Einwohner: 131’091
Der Klassiker von Norden Thailand. Die Stadt ist voll mit kleinen Gassen welche geschmückt sind mit unzähligen Cafes und Restaurants die zum verweilen einladen, natürlich gibt es in Chiang Mai auch viele Tempels zu besuchen und andere Sehenswürdigkeiten. Das Beste in Chiang Mai war das Essen, es stimmt John und ich verbringen wohl die meiste Zeit auf dieser Reise mit Essen, aber was ich in Chiang Mai ass war nun wirklich das Beste was ich je gegessen habe, sorry China! Der Name des Gerichtes ist Khao Soi und es wird in Myanmar und im Norden von Thailand gegessen. In Thailand besteht Khao Soi aus einer Curry ähnlicher Suppe mit Kokosnuss Milch, in der Suppe sind gekochte Eiernudeln und Fleisch entweder mit Huhn oder Schwein und das ganze wird mit frittierten Eiernudeln dekoriert. Natürlich ist das Gericht scharf, genau so wie ich es mag.

Mae Hong Son
Einwohner: 7’066
Von Chiang Mai nahmen wir den Bus nach Mae Hong Son, eine grosses Dorf umgeben von Bergen. Mae Hong Son war unsere Basis für einige Ausflüge, so gingen wir zwei Tage nach Pang Oung und wir machten ein drei Tägiges Trekking, darüber wird aber John einen Bericht schreiben. In Mae Hong Son selbst hat es einen sehr schönen Tempel auf einem Hügel und einen wunderbaren kleinen Nachtmarkt mit einem Biergarten.

Pang Oung
Einwohner: ???
Als John mir erzählte, dass im Norden von Thailand einen Ort gibt der die Schweiz von Thailand genannt wird, hatte ich sofort ein Bild vor mir. Ich dachte es wäre ein Ort wo alle Schweizer hingehen und wo die Restaurants von Auslandschweizern betrieben werden, damit man in den Ferien eine Bratwurst mit Zwiebelsauce und Rösti essen kann. Oh man ich war aber ganz falsch, ich bin mir nicht einmal sicher ob schon je Schweizer in diesem Pang Oung waren, der Name erhält es weil es einen grossen Süsswassersee hat umgeben mit Wald und Bergen, es soll also an die Schweizer Landschaft erinnern.
Als wir in Pang Oung ankamen haben wir sofort entdeckt, dass dieser Ort sehr touristisch ist und zwar für Thais. Die meisten Thais waren vom Süden von Thailand, sie erholen sich in Pang Oung von uns Touristen im Süden. Die Umgebung ist schön wir haben unsere Tage mit wandern und ausruhen verbracht.
Pai
Einwohner: 2’284
Hotels/Hostels/Gästehäuser: 350
7/11: 9
Seit wir in Südostasien sind und Reisende antrafen die im Norden von Thailand waren, wurde dieser Ort immer wieder erwähnt: Pai. Wenn man im Internet danach sucht, liest man von diesem idyllischen Dorf im Norden von Thailand, wo sich eine Hippie Community vor zehn Jahren niedergelassen hat. Wir wussten, Pai ist wohl nichts für uns aber da der Weg von Mae Hong Son zurück nach Chiang Mai so oder so an Pai vorbeiführt, haben wir uns entschieden für einen Tag in Pai zu stoppen, es war Weihnachten.
Das Dorf hat sich zu einem Ort entwickelt, wo es Restaurants gib die organische Avocado Toasts dekoriert mit veganen Schokoladenstreusel und einem Matcha-Kaffe servieren. Am Nachtmarkt wird man von westlichen Hippies bedient, dort kann man alles kaufen was unsere westlichen Herzen höher schlägt: Kebab, Pizza, Hamburger, Gyros, Brot usw. In Pai muss man sich nicht mit dem Thaileben herumschlagen, hier kann man leben wie in Berlin. Viele die wir in Pai getroffen haben, schwärmten uns vor dass sie bereits Wochen hier sind und es schwierig finden weiterzureisen, für uns war es das Gegenteil. Wir waren froh am nächsten Tag weiterzureisen und wieder scharfes Khao Soi in Chiang Mai zu geniessen, bevor es weiter ging nach Sukothai.
Sukothai
Einwohner: 37’000
Sukothai wird auch oft als den Ursprungsort für die thailändische Kultur und Sprache genannt, bekannt sind die Ruinen der Altstadt mit vielen Tempeln welche über 700 Jahre alt sind. Wir haben ein Fahrrad gemietet und sind einem Weg durch verschiedene kleine Dörfer gefolgt bis wir in der Altstadt angekommen sind, es war wunderschön. Die Landschaft und beim vorbeifahren die Einheimischen die einem zuwinken und grüssen mit dem grössten Lächeln. In einem Dorf machten wir halt und assen in einem kleinen lokalen Restaurant es war etwas vom Besten das wir in Thailand gegessen haben.

Wir haben das Wochenende in Sukothai verbracht, so konnten wir das letzte Mal in Thailand den Wochenendemarkt geniessen.
Von Sukothai aus, machten wir uns auf den Weg nach Myanmar wo wir noch viel zu berichten haben. Der Norden von Thailand hat uns sehr gefallen und wir würden gerne wieder zurückkehren.
Der Kommentar über eure Tage in Laos ist excellent! Unglaublich wie gut ihr euch in diesem originalen Kulturgebiet bewegt. Wir bewundern eure physisch und geistig sportliche Bewegklichkeit. Auf der andern Seitre des berühmten Flusses gebt ihr uns einen nicht minder aufschlussreichen Eindruck über Thailand und seine Hinterhöfe. Ihr macht es sehr gut. Passt auf, dass ihr schlank neben der ganze Coronargeschichte nach Australien fliegebn könnt. Dort ist es inzwischen etwas weniger brenzlig. Natürlich freuen wir uns riesig auf eure Rückkehr nach Europa. UIrland hat soeben gewählt! Und bei uns wird im März dann vermutlich noch kurz der Winter abgehalten. Herzlicghen Dank für eure Berichte und auf baldigesw Wiedersehn!
Very interesting country.